Lokale ProdukteSamstag 15 April 2017

Wochenrezept: Oster Colomba und ihre Legenden

Colomba pasquale oder Colomba di Pasqua ("Ostertaube") ist ein italienischer traditioneller Osterkuchen, das Gegenstück zu den beiden bekannten italienischen Weihnachtsdesserts, Panettone und Pandoro.

Mehrere Legenden sind mit dem Ursprung der Colomba verbunden. Die erste würde zurückgehen zu den Zeiten des langobardischen Königs Alboin, der nach drei Jahren der Belagerung in Pavia am Tag des Karsamstags eindrang; während er entscheiden sollte, was das Schicksal der Stadt sein würde, kam ein alter Mann und hat ihm süsse Brote, mit Tauben  Form, als Zeichen des Friedens angeboten. Alboino mochte sie so sehr, dass er die Stadt und ihre Bewohner zu respektieren versprach. Eine andere Version verbindet sie mit der Königin Teodolida und San Colombano, der zum Mittagessen eingeladen, die Lebensmittel mit Wildbret verweigerte, wegen der Fastenzeit. Die Königin war beleidigt und der Mönch sagte, dass er das Fleisch nur essen würde nach dem Segen: als er dies tat, wurden die Gerichte Weissbrot Tauben. Eine andere Legende geht zurück auf die Schlacht von Legnano, von einem Feldherr des Carrocio ausgedacht, zu Ehren der Tauben, die während der Schlacht sich auf die Lombard Wappen setzten .

Der Teig für die Colomba wird in ähnlicher Weise wie Panettone hergestellt, mit Mehl, Eiern, Zucker, natürlicher Hefe und Butter; Im Gegensatz zum Panettone, enthält es in der Regel kandierte Schalen und keine Rosinen. Der Teig wird dann in eine Taubenform (Colomba auf italienisch) umgewandelt und schliesslich mit Hagelzucker und Mandeln bedeckt, bevor es gebacken wird.

Die Colomba wurde von dem Mailänder Bäcker und Geschäftsmann Angelo Motta als Osterversion der Weihnachtsspezialität Panettone kommerzialisiert.
Hier ein Rezept von einem ligurischen Bäcker, Papum, der eine schnellere Version bietet, weil es die Gärungszeiten kürzt.

Zutaten: (Dose für 2 Colombe von 500 g oder 2 von 300 g plus  2 von 170 g )

  • 500 g Mehl Manitoba 
  • 100 g Zucker 
  •  ca.140/150 ml Wasser 
  • 100 g Butter 
  • 5 g Salz 
  • 15 g Bierhefe 
  • 2 Eier 
  • 1 Eigelb 
  • eine Vanilleschote 
  • geriebene Orangen- und Zitronenschale   
  • Für die Glasur:
  • 50 g Mehl 
  • 100 g Zucker 
  • Hagelzucker 
  • Mandeln
  • genug Wasser 

Verfahren:

Machen Sie einen Teig mit allen Zutaten, die Hälfte des Wassers verwendend, wenn Sie die Teigkugel gemacht haben, das restliche Wasser hinzufügen, bis Sie einen weichen aber elastischen Teig erhalten. Handbearbeiten oder mit dem Haken der Küchenmaschine kneten, bis Sie einen schön glatten Teig haben, es dauert etwa 15-20 Minuten,  bis er perfekt ist. Papum empfiehlt, im Abstand von 10 Minuten, ein Paar mal den Teig umdrehen auf einer Fläche, um dem Teig mehr Kraft zu geben.

Lassen Sie steigen in einer gefetteten Schüssel mit Plastikfolie abgedeckt, bis es verdoppelt, wird ca. 1 Stunde und 30 Minuten dauern.

Nach dieser Zeit mit dem Formen der Tauben vorgehen. Wenn Sie es ohne Form tun, sind die Schritte wie folgt: Erstens, den Teig in Stücke von 100g schneiden, dann jedes Stück verpackt rollen, um 90 Grad drehen und wieder rollen. Dann teilen Sie jedes Stück in zwei gleich grosse Stücke und beide erneut rollen. Mit diesen Stücken die Flügel und den Körper der Taube bilden. Für die Flügel den Teig dehnen, ihm U-Form geben und in die Form legen; nehmen Sie den Teig für den Körper, strecken es ein bisschen, Kopf formen und legen Sie es quer über die Flügel.

Lassen Sie abgedeckt steigen in einem trockenen, warmen Ort. Der Teig sollte verdoppeln, es wird etwa zwei Stunden dauern.

Bereiten Sie die Glasur vor: Das Mehl mit dem Zucker und ein wenig Wasser mischen, bis Sie eine dicke Konsistenz haben, aber mit einem Pinsel verteilbar.  Bestreichen Sie vorsichtig die Tauben mit diesem Brei und mit Kristallzucker, viel Hagelzucker und Mandeln bestreuen.

Backen Sie in einem statischen Ofen bei 210 Grad für ca. 10 Minuten, wenn man kleine Colombe macht und für etwa 25-30 Minuten wenn Sie grosse zubereiten; machen Sie immer den Zahnstocher Test.

Sie können sie auch für 3-4 Tage in verschlossenen Lebensmittel Säcken einfrieren und speichern.

Judit Neuberger

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