Lokale Produkte17 Februar 2019

Wochenrezept: Die Tira, typisch piemontesische Karnevals Süssigkeit

Tirà, sehr altes Rezept um die Auslosung zum Militärdienst zu feiern, heute ist es in Piemont ein typisches Karnevals Gebäck.

Kredit: Al mangia e bevi Pasticceria

Kredit: Al mangia e bevi Pasticceria

Die Tirà, ursprünglich von Rocchetta Tanaro (Asti),  hat ein sehr altes Rezept und die etymologische Herkunft des Wortes kommt von den Feiern der jungen Männer, die während der Regierungszeit der Sardinier- Piemontesi, zum Militärdienst gerufen wurden, nach der Restauration im Jahre 1815 und später, während der des Königreiches von Italien bis 1926.

Die tiràgi oder Al tiràj identifizierten Feste, während denen sie "die Zahlen zogen", d.h., wenn die neue Rekruten ausgelost wurden. Die Veranstaltung wurde begleitet, vor allem in Monferrato stark an savoyische Traditionen gebunden, von mehrtägigen Festen mit Einbeziehung der gesamten Gemeinschaft.

Bis zu den Jahren 1930-1940 waren immer noch im allgemeinen Gebrauch die Ausdrücke "mein Sohn zieht" oder "das Aufgebot ziehen" und in dem grossen Fest, das daraus entstand, war die verbreiteste Süssigkeit der Familie, "Die Tira".

Die Tira wurde im Überfluss vorbereitet, mit dem Rohstoff des täglichen Brotes, bereichert mit bäuerlichen Zutaten und mit Zucker bestreut. Es wurde mit dem besten Wein, im Jahr der Geburt des Kindes hergestellt, verzehrt, von beiseite gelegten Flaschen, um mit Freunden am Festtag des Aufgebots entkorkt zu werden.
Laut der traditionellen Art und Weise bearbeitet, erhalten Sie einen lockeren Kuchen- Donut, der eine goldgelbe Farbe hat und überzuckert ist.

Heute ist es in Piemont ein typisches Karnevals Gebäck.

Hier ist das Rezept der piemontesischen Tira, die entweder weich oder in Scheiben geschnitten und geröstet, serviert werden kann. (Rezept vom Küchenheft der Famija Albeisa)

[Kredit Capello shop]

 

 

Zutaten:

  • 500 g Mehl (Manitoba) 
  • 130 Gramm Zucker (Rohzucker) 
  • 120 Gramm Milch 
  • 120 g Butter 
  • 3 Eigelb 
  • 6 g Hefe 
  • 1 Prise Salz 

Verfahren:

  1. Die Hefe in etwas Wasser auflösen, fügen Sie 30 Gramm Mehl dazu und bilden Sie einen Kern aus weichem Teig; ein paar Stunden in einer Schüssel mit einem Tuch an einem warmen Ort abgedeckt, gären lassen.   
  2. Kombinieren Sie das Gegorene mit 40 gr. Mehl und etwas Warmwasser, kneten und legen Sie sie in die Schüssel mit den gleichen Temperatur Bedingungen wie vorher, zum steigen. 
  3. Nach ein paar Stunden, wenn die Masse eine gute Entwicklung genommen hat, fügen Sie 180 g Mehl, 50 g Zucker, 50 g Butter (geschmolzen) hinzu und baden Sie mit einem Teil der lauwarmen Milch. Wieder kneten, dann in einen Behälter mit einem bemehltem Tuch gefüttert und in einer Umgebung mit einer Temperatur von 30-35°C, tun, für drei Stunden. 
  4. Nach der Gärung, kombinieren das restliche Mehl, Zucker, eine Prise Salz. Mischen Sie in der Mitte der Masse mit den Eigelb, dem Rest der geschmolzenen Butter und der restlichen warmen Milch: mischen Sie die Zutaten mit Sorgfalt, bis die richtige Elastizität erreicht wird. 
  5. Halbieren Sie den Teig in zwei Tira (Brote) von etwa 450 bis 500 Gramm, auf Wachspapier, auf ein Backblech legen und an einem warmen Ort  (z.B. ausgeschalteten erwärmten Ofen) weiter steigen lassen; man kann eine Handvoll eingeweichte Rosinen hinzufügen vor der letzten Gärung. 
  6. Wenn die Masse auf das Doppelte des ursprünglichen Volumens gestiegen ist, bei 180 °C backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Aussenfläche eine braune Farbe nimmt. 

Um die crocion (Kekse) zu machen, schneiden Sie die Tirà diagonal in Scheiben, etwa 2 bis 2,5 cm dick. Legen Sie sie in den Ofen zum backen bis die Krume leicht braun gefärbt ist. Lagern Sie sie in luftdichten Behältern; mit leckerer hausgemachter Marmelade als Aufstrich, ein köstliches Frühstück !

 

 

Judit Neuberger

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